Nachhaltigkeitsbewertung

  • Übertragung wissenschaftlicher Studien der letzten 20 Jahre zur Nachhaltigkeitsbewertung in verwertbares Bauplanungswissen für Siedlungen, Stadtquartiere und Gebäude
  • Erstellung von Klima-, CO2-, Energie- und Ökobilanzen von Siedlungen, Stadtquartieren und Gebäuden
  • Beratung über die typischen Einsatzgebiete von Ökobilanzierungs-Tools (EcoRegion, Smeo, GEMIS, BASIS, SBS, LEGEP, GaBi, umberto u.a.) und Baudatenbanken (WECOBIS, bauteilkatalog, baubook, ÖkoBauDat, ProBas u.a.)
  • Reviews von Ökobilanzen
  • Beratung zur Auswahl eines geeigneten Zertifizierungssystems oder Bewertungsverfahrens für Nachhaltige Siedlungen, Quartiere oder Gebäude (BNB, DGNB, BREEAM, LEED, DCBA, EcoCity)
  • Beratung zu Baustoffauswahl unter ökologischen und gesundheitlichen Kriterien

Weiterführende Informationen

Die in der Planungspraxis wichtigsten Bereiche sind die Zielformulierung und die Bewertung (Fürst/Scholles 2004). Denn Planen ist ein normatives Verfahren, das sowohl bei der Bestimmung der Ist-Situation als auch bei der Festlegung des gewünschten Solls zumindest mit Auswahlkriterien, bei der Soll-Bestimmung aber immer auch mit Zielfestlegungen, d.h. Wertungen, arbeiten muss. Aber auch die für die Beschreibung der Ist-Analyse herangezogenen Kriterien leiten sich aus Zielvorstellungen ab, weil nur das relevant ist, was zielbezogen ist.

Soll eine Nachhaltige Planung erfolgen, muss geklärt werden was unter einem Nachhaltigen Stadtquartier oder Siedlung verstanden wird. Hierfür stehen mittlerweile Bewertungsmethoden und Tools zum Nachhaltigen Bauen zur Verfügung. Die Grundlagen hierfür sind seit etwa 10 Jahren bekannt und teilweise war ich in deren Entwicklung involviert (siehe Vita). Die am weitesten entwickelten und etabliertesten Bewertungsmethoden sind die Energie-, CO2- und Ökobilanzen, sowie der Lebenszyklus- und Stoffstromanalyse.

Tools und Software zur Ökobilanzierung, Stoffstromanalyse und Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden, Stadtquartieren und Siedlungen
Mit Einzug der Computer am Arbeitsplatz sind Tools und Software zur Berechnung von Energie- und Ökobilanzen entwickelt worden, sowie umfangreiche Datenbanken mit den hierzu erforderlichen Zahlen. Mittlerweile stehen für die wichtigsten Anwendungen im Baubereich verlässliche Tools zur Verfügung, die bei korrekter Anwendung eine quantitative Bewertung der Ökologie von Baustoffen, Gebäuden, sowie Stadtquartieren und Siedlungen ermöglicht. Auf der Webseite https://siedlungen.eu/oekobilanzierungs-tools finden Sie Links und Hinweise zu Tools zur Ökobilanzierung von Gebäuden und Stadtquartieren, Ökobilanzdatenbanken im Baubereich, Software zur Berechnung der Lebenszykluskosten, aber auch Tools die Detailsimulationen ermöglichen wie z.B. den Energiegewinn von Solaranlagen, zur Dimensionierung von Regenwasseranlagen, Verschattungssimultionen, Kosten von Heizungssystemen, sowie zur Ökobilanz von Mobilität und Lebensstilaspekten. Viele der Tools werden kostenlos angeboten. Teilweise stehen sie als Downloads, einige Online zur Verfügung. Entschuldigen Sie die kaum aktuell zu haltende Verlinkung. Immerhin drückt es doch die erfreulich dynamische Entwicklung in diesem Bereich aus. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit und alle Angaben sind ohne Gewähr:
Da es relativ viele Ökobilanzierungs-Tools und Bewertungsmethoden zum Nachhaltigen Bauen gibt, erleichtert die folgende zum Teil mit Links hinterlegte MindMap einen einfacheren thematischen Zugang:
MindMap

Eine Auswahl an Veröffentlichungen, die einen Überblick über Bilanzierungs-Tools bieten, finden Sie unter: http://baufachberatung.net/oekobilanz-studien/

Quellenverweis: Fürst, Dietrich / Scholles, Frank (Hrsg.): Handbuch Theorien und Methoden der Raum- und Umweltplanung. Dortmund, 2004